Und genau wie auf der Homepage des Restaurants angekündigt:
http://www.biss-n-ess.de
"Lassen Sie sich überraschen"
Kühlschrank gibt es noch keinen, das bin ich ja aus Kaiserslautern gewohnt und kann ich zur Not noch gerne mal verkraften. Schließlich kann man den Burger King zur Fuß erreichen. Schlimmer ist es aber, dass die Bierflaschen der lustigen Vermieter so langsam vor sich hinschimmeln.... Aus der Zimmerwand schauen noch, völlig ungesichert, die 220 Volt-Kabel. Drangefasst hab ich natürlich auch schon, um mal zu testen, ob auch die Sicherung rausfliegt ;)
Fehlanzeige, das Ding ist ein Altbau und hat keinen FI-Schutz oder ähnliches ;-) Umso lustiger ist dann zu sehen, wie die irakischen Vermieter im Bad die Elektrik fachgerecht und dem deutschem Standard entsprechend verlegt haben:
Duschen geht übrigens nur mit elektrischem Warmwasserboiler. Aber Witz des Tages ist die Badzimmerlampe. Die hat noch garkeinen Aus und An-Schalter, da muss man eben 3-4x dagegenkloppen, dass sie ausgeht. Anschalten funktioniert genauso. Und die Vermieter haben das ERNST gemeint, dass man das so machen soll. Die Küche hat ebenfalls die handwerklichen Skills der Vermieter aufgedeckt, der Küchenschrank hat einen Griff "oben" und die andere Tür hat einen Griff "unten": Dass die Fußleisten im Zimmer noch fehlen ist eh nur sinnlose Optik, beim Billigparkett in der Diele fehlt laut Aussage der Vermieter nur noch das Silikon:
Da werden die aber 100 Tuben brauchen, lol.
Übrigens wurde der Teppich mindestens genauso liebevoll und seriös verlegt.
Und anstatt den alten, versifften Teppich rauszumachen und zumindest amateurhaft nen neuen zu verlegen, haben die Nassbirnen einfach den "neuen" Teppich über den alten drübergelegt. Natürlich war die Doppelschicht dann zu dick, so dass die Tür nicht mehr auf ging. Aber was nicht passt, wird passend gemacht. Deshalb wurde einfach ein Quadrat an der Stelle mit dem Teppichmesser ausgeschnitten.
Ich habe einfach mal das gemacht, was ich am besten kann: KÜNDIGEN! Zum Glück gibts nur ne Frist von 1 Monat. Und bis dahin wird die Miete sowas von zusammengestrichen. Schließlich muss ich eh nach München ziehen. ;-) Dazu gabs deshalb erstmal noch nen bösen Brief mit der Androhnung der 80%igen Mietkürzung. Hier der Brief im Orginal:
Sehr geehrter Herr S. und Herr H.,
11 Tage nach Einzug sind, trotz Ihrer mündlichen Zusage unter Zeugen, nach wie vor folgende Mängel zu beheben:
Risse in der Wand nicht ausgebessert
Wände nicht gestrichen
Gefährliches Kabel aus der Wand mit 220 Volt
Fußleisten immer noch nicht verlegt
Kühlschrank fehlt immer noch
Küche noch komplette Baustelle und unsachgemäß eingebaut!
Decke im Bad nicht ordnungsgemäß renoviert
Dusche nicht, wie abgesprochen, erneuert
Waschbecken nicht, wie abgesprochen, erneuert
Lampen noch nicht verlegt
Schlüssel aus Mietvertrag noch nicht ausgehändigt (Briefkasten, Keller)
Schrank nicht in Ordnung
Rollladen zu reparieren
Quadratmeterzahl des Zimmers falsch angegeben (Abweichung von über 10%!)
Diele nicht fertig (Fußboden)
Haustür klemmt
Briefkasten nicht abschließbar
Fenster nicht in Ordnung
Balkon nicht, wie zugesichert, renoviert.
Diese Liste ist fortsetzbar
Die Wohnung ist immer noch eine Baustelle und nicht bewohnbar. Aus diesem Grund setzte ich Ihnen eine Frist von 10 Tagen bis zum 21.7.2008, um die Mängel zu beseitigen. Da die Mängel so schwerwiegend sind, sehe ich mich ansonsten gezwungen eine Mietkürzung von 80% vorzunehmen.
Nur kurz die besten Zitate der Vermieter:
"Das ist WG, da wohnt man nicht!"
"Ich habe in eine WG gewohnt, die war noch schlimmer!"
"Wer zahlt mir das?"
und
"Das da ist gut so!"

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